Briefing · Family Office

Wire-Fraud und Deepfake-Anrufe: 7 Fragen, die ein Family Office beantworten können sollte.

Ein kurzes Briefing zu den Stellen, an denen vermögende Familien Geld verlieren. Keine Technik, keine Angst, sieben konkrete Fragen.

Lesezeit 4 Minuten Ohne jede Angabe zu Ihrer Familie Digital Shield · Schweiz

Die meisten Sicherheitsgespräche drehen sich um Passwörter und Virenschutz. Der Schaden bei vermögenden Familien entsteht woanders: dort, wo Geld freigegeben wird und wo Vertrauen ausgenutzt werden kann. Die folgenden sieben Fragen prüfen genau diese Stellen. Sie brauchen keine Technik, um sie zu beantworten, nur ehrliche Antworten aus Ihrem eigenen Haus.

Wenn Sie mehr als zwei davon nicht klar mit Ja beantworten, lohnt sich ein Gespräch.
01

Doppelte Freigabe bei Zahlungen

Braucht jede Zahlung über einem festgelegten Betrag zwei Personen zur Freigabe, unabhängig davon, wer sie anweist, auch wenn die Anweisung scheinbar vom Prinzipal kommt?

02

Rückruf-Verfahren mit der Bank

Gibt es eine feste Regel, dass ungewöhnliche oder eilige Zahlungsanweisungen über eine vorab hinterlegte Nummer zurückbestätigt werden, bevor sie ausgeführt werden?

03

Schutz gegen die geklonte Stimme

Haben Sie ein vereinbartes Code-Wort oder eine Kontrollfrage für den Fall, dass ein Anruf angeblich vom Prinzipal, einem Familienmitglied oder einem Berater kommt und zu einer sofortigen Handlung drängt?

04

Eile als Warnsignal

Weiss Ihr Team, dass Zeitdruck und Vertraulichkeit die häufigsten Merkmale eines Betrugs sind, und darf es solche Anweisungen ohne Angst verlangsamen?

05

Zugänge beim Personalwechsel

Werden Zugänge von Haushalts- und Family-Office-Personal beim Austritt zuverlässig und vollständig entzogen, inklusive gemeinsam genutzter Passwörter und Fernzugriffe?

06

Trennung von privat und geschäftlich

Sind die Konten und Geräte, über die Familienfinanzen laufen, getrennt von den alltäglichen privaten Konten der Familienmitglieder, sodass ein kompromittiertes Privatkonto nicht direkt zum Geld führt?

07

Der Ernstfall ist geprobt

Weiss jede beteiligte Person, was in den ersten dreissig Minuten zu tun ist, wenn ein Betrugsversuch, ein verlorenes Telefon oder eine Kontoübernahme auffällt, und haben Sie das mindestens einmal durchgespielt?

Diese sieben Fragen decken keine Technik ab. Sie decken Prozesse und Gewohnheiten ab, und genau dort entscheidet sich, ob ein Angriff teuer wird oder ins Leere läuft.

Wenn Sie einzelne Fragen nicht klar beantworten können, ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein guter Ausgangspunkt. Ein vertrauliches Erstgespräch ordnet Ihre Lage ein, ohne dass Sie vorab eine einzige Angabe zu Ihrer Familie machen müssen.

Nächster Schritt

Vertrauliches Gespräch anfragen.

Schweizerisch, diskret, unabhängig. Ein erster Austausch ordnet Ihre Lage ein, ohne Verpflichtung.